Blue Roses
22.02.2012


Blue Roses sind Landesmeister

Bei der Niedersächsischen Cheerleading Meisterschaft in der Sparkassen-Arena schneiden die Hildesheimer Roses sehr gut ab

(jkr) Ein ohrenbetäubender Lärm lässt die Sparkassen-Arena am Samstag um 18.21 Uhr bis auf die Grundmauern erschüttern. In diesem Moment verkündete Moderator Oliver Trottenberg vor 1100 Zuschauern und 700 aktiven Cheerleadern, dass die Wild Kittys aus Braunschweig auf dem zweiten Platz in der Kategorie PeeWee Cheerleading (Alterskategorie 6-13 Jahre) landeten. Damit stand fest: Die Hildesheim Blue Roses sind Landesmeister! 

Sie rundeten, nach dem dritten Platz der Silver Roses (17 Jahre und älter) und dem vierten Platz der White Roses (13-17 Jahre), das hervorragende Ergebnis der Hildesheimer Teams ab. Selbst die Gegnerinnen erkannten an, dass diese „eine Pyramide der absolute Wahnsinn war“ und beglückwünschten die Trainerinnen Carina Franke, Daniela und Jessica Werscheck zu der gelungenen Performance ihrer Blue Roses. Und diese sind mächtig stolz auf ihre Kleinsten, die sich in einem dicht besetzten Teilnehmerfeld behaupteten. „Das war super. Die Konkurrenz war riesig und wir sind wirklich begeistert von der Leistung unserer PeeWees. Jeder Handgriff hat gesessen, alles war synchron“, freut sich Daniela Werscheck noch Stunden nach dem Auftritt. Während der Bekanntgabe des Ergebnisses saßen Tänzerinnen und Trainer, gemeinsam mit den anderen Cheerleading-Teams der Roses, zusammen vor der Jury – die Medaillen fest im Blick. Ihre Gesichter, gezeichnet von der Anspannung, entspannten sich zunehmend als Moderator Trottenberg die Platzierungen in umgekehrter Reihenfolge bekannt gab. 

Als die Konkurrenten aus Salzgitter als Dritte und aus Braunschweig als Zweite genannt wurden, lag sich das gesamte Hildesheimer Lager euphorisch in den Armen. Erst nach einer Minute schafften es einige vereinzelte Cheergirls sich aus dem tanzenden, hüpfenden, weinenden und kreischenden Menschenknäul zu befreien und die wohlverdienten Medaillen in Empfang zu nehmen. Die Cheerleading-Verantwortliche der Invaders, Sabine Matiszik, konnte ihre Tränen nicht zurückhalten. „Das ist so toll. Wir haben vor eigenem Publikum den Landestitel geholt. Ein toller Tag für uns!“, schluchzt Matiszik. Etwas weiter im Abseits, aber nicht minder enthusiastisch, feierten die Eltern der Mädchen. Auch ihnen ist die Anspannung der letzten Minuten anzusehen. Doch der erste Platz entschädigt für die roten Augen, einige Tränen und ein paar ‚angenagte Fingernägel‘. „Und jetzt drücken wir Daumen für unsere anderen Teams“, sagt eine, um Fassung bemühte, Sabine Matiszik, deren Tochter Antje Trainerin der weiteren Roses ist. Einige Minuten später sollten die White Roses mit einer tollen Punktzahl von 46 Punkten einen guten vierten Platz belegen. Ihr Auftritt war spektakulär und kam beim Publikum genauso gut an, wie die Choreographie der Silver Roses, die sich einer starken Konkurrenz beugen mussten, aber dennoch den Sprung aufs Treppchen schafften und Dritte wurden. Trainerin Antje freute sich über das Ergebnis und ist nicht minder stolz, als ihre Kolleginnen einige Minuten zuvor. „Wir machen ständig Fortschritte und ich freue mich einfach über die Energie, die wir in diesem Jahr überliefert haben. Das Publikum hat getobt!“ Ein riesiger Schritt muss es auch für die „wirklich Kleinsten“ der Roses gewesen sein. Bevor die Landesmeisterschaft startete, fassten sich die Mini Blue Roses ein Herz und wollten sich außer Konkurrenz, vor einem großen Publikum beweisen. Fast wäre daraus nichts geworden. Moderator Trottenberg berichtete von „Szenen der Überzeugung“ und „äußerst aufgeregter Stimmung“ hinter der Bühne und würdigte den süßen Auftritt des Teams mit Sonderapplaus.

Um 18.35 Uhr war die Landesmeisterschaft vorbei und die Halle leerte sich innerhalb weniger Minuten. Die Roses machten gemeinsame Fotos, feierten ihr Ergebnis und mussten, wie es sich für einen Gastgeber gehört, die Halle säubern und aufräumen. „Das ist jetzt eigentlich viel zu anstrengend“, schmunzelt Leonie Hollemann und beißt in ihre Medaille. Für sie und einige andere war es der letzte Auftritt mit den Blue Roses. Im nächsten Jahr muss sie altersbedingt in einer höheren Klasse antreten. „Ich habe Hunger. Mama, lass uns Pizza essen gehen!"

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