Invaders holen Verstärkung

Die Eintracht Hildesheim Invaders werden kurz vor Schließung des Transferfensters noch einmal aktiv und verstärken sich mit zwei US-Amerikanern. Der jüngste Ausfall des Amerikanischen Runningbacks Reggie Bullock, sowie weitere sage und schreibe 16 Verletzte, bewogen Cheftrainer Joe Roman und Manager Ralf Rimrodt zu diesem Schritt. Nachdem bereits früh in der Saison Maurice Bonnies, der etatmäßige Ersatz von Quarterback Zachary Cavanaugh ausfiel, bewegten sich die Invaders einige Spiele auf personellem Glatteis. So hätte bei einer Verletzung Cavanaughs zwar Bullock den Feuerwehrmann auf der Quarterback Position gemacht, jedoch wäre die Lösung alles andere als optimal gewesen. Ein paar Sorgenfalten weniger dürfte Offense Koordinator Alex Burdette nun auf der Stirn haben. Nelson Hughes ist am Dienstag bereits auf dem Gelände der Invaders eingetroffen und unterstützt fortan den Angriff als Ersatz Quarterback. Der 23-jährige aus dem Bundesstaat South Carolina schloss sein Studium in 2015 an der North Greenville Universität ab und war Leistungsträger des universitären Footballteams. Sogar das sogenannte „College Play of the Week“ steht in dem Repertoire des jungen Spielmachers. Ein zunächst geblockter Pass von Hughes landete erneut in seinen eigenen Händen und ermöglichte ihm einen 47-Yard Lauf in die gegnerische Endzone. Ein Spielzug, der in den Vereinigten Staaten enorme mediale Aufmerksamkeit erzeugt und Hughes landesweit bekannt machte.

Auf defensiver Seite darf auch Cheftrainer und Defense Koordinator Joe Roman aufatmen. Nachdem mit Phil Gamble einer der defensiven Leistungsträger zurück auf die Runningback Position wechselte um Bullocks Ausfall zu kompensieren, bot sich eine Lücke, die gefüllt werden sollte. Der Mann mit dem musikalischen Namen Trevor Loveland tritt nun in diese Lücke ein. Der 1,92 m große Vorzeige-Athlet absolvierte ebenso seinen Abschluss in 2015, besuchte das Wagner College in New York City und stammt aus dem benachbarten New Jersey. Er soll nun als Outside Linebacker für mehr Stabilität in der Verteidigung sorgen. „Ich kann es kaum erwarten wieder auf dem Feld zu stehen, ich bin den Invaders sehr dankbar für diese Möglichkeit und freue mich riesig“, erklärt er am Dienstagabend bei der ersten Trainingseinheit. Allerdings noch als Zuschauer. Beide waren in Hamburg gelandet und verbrachten die ersten Stunden in Deutschland im Stau auf der Autobahn. Ihrer Stimmung tat dies doch scheinbar keinen Abbruch.

Bereits im kommenden Spiel gegen die Berlin Adler sind beide Spieler einsatzberechtigt.

Das schwere Startprogramm der Invaders katapultierte sie nun nach fünf Spielen und fünf Niederlagen auf den vorletzten Tabellenplatz. Gegen die Adler soll nun die Wende kommen. Sowohl Trainer als auch Vorstand sind optimistisch. Auch die Entschlossenheit der Sponsoren noch einmal die nötige Finanzierung zweier Importspieler bereitzustellen spricht für sich. Das zu Beginn der Saison ausgegebene Ziel den vierten Platz zu erreichen und sich damit für die Playoffs zu qualifizieren scheint zwar in weiter Ferne, abzuwarten gilt jedoch dennoch wie sich die Invaders im weiteren Verlauf gegen die vermeintlich schwächeren Teams der Liga präsentieren. Tabbelarisch befindet sich der kommende Gegner aus Berlin auf dem sechsten Platz, also in direkter Reichweite zu den Hildesheimern. In der Woche darauf geht es dann erneut nach Berlin, zu den Rebels. Sie sind weitaus stärker einzuschätzen. „Daher wird es wichtig gegen die Adler einen Sieg einzufahren. Dann können wir auch mit gestärktem Selbstbewusstsein gegen die Rebels auflaufen“, so Headcoach Roman, dessen Optimismus weiterhin ungebrochen scheint.